Neue KEGs für neue Biere

SCHÄFER Container Systems sponsert TU Berlin.

Mit rund 35.000 Studierenden und ca. 40 Bachelor- und 60 Masterstudiengängen zählt die Technische Universität Berlin zu einer der international renommiertesten Universitäten. Ein besonders spannender Bereich ist das Studium „Brauerei- und Getränketechnologie“ der Fakultät III, das seit rund 88 Jahren angeboten wird. Hier erlernen Studierende neben wissenschaftlichen auch alle handwerklichen Fähigkeiten, die für den Prozess der Getränkeherstellung notwendig sind. Ein wichtiger Aspekt ist dabei neben hohen Hygienestandards auch immer die Qualitätssicherung der Erzeugnisse. Als Hersteller von KEGs haben wir per se ein hohes Interesse an der Forschung zu diesem Thema und unterstützen die Universität daher seit vielen Jahren. Zur Übergabe von 50 Liter ECO KEGs haben wir uns im Mai in Berlin mit Herrn Prof. Dr.-Ing. Frank-Jürgen Methner (Leiter Fachgebiet Brauwesen) getroffen und ihm einige Fragen zum Studium und zu aktuellen Forschungsthemen gestellt.

Interviewpartner:
Herr Prof. Dr.-Ing. Frank-Jürgen Methner (Leiter Fachgebiet Brauwesen), nachfolgend F-JM
Frau Julia Niederer (Marketing Manager SCHÄFER Werke), nachfolgend JN

JN: Seit wann gibt es den Studiengang Brauerei- und Getränketechnologie?
F-JM: Den Studiengang gibt es seit ca. 1930. Bereits an der königlich-preußischen Hochschule für Landwirtschaft wurde eine entsprechende Forschung und Lehre betrieben. Diese wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in die neugegründete TU Berlin integriert. Parallel konnte man an der Humboldt-Universität im damaligen Osten den Studiengang „Gärungstechnologie und Lebensmitteltechnologie“ belegen. Der ursprünglich als Diplom entwickelte Studiengang ist heute in Bachelor- und Masterstudiengänge unterteilt, dabei ist nach einem Bachelorabschluss der konsekutive Master garantiert.

JN: Wie viele Studierende bewerben sich jedes Jahr für den Studiengang?
F-JM: Das Studienfach erfreut sich einer großen Beliebtheit. Uns erreichen jährlich ca. 150 – 300 Bewerbungen, davon erhalten regulär 20, in Ausnahmefällen maximal 30 Studierende einen Platz.

JN: Gibt es bestimmte Stufen, die ein Studierender in der Ausbildung durchläuft?
F-JM: Das Studium umfasst nicht nur die klassischen Ingenieurswissenschaftlichen Fächer, wie z.B. Mathematik, Verfahrenstechnik, Thermodynamik oder Physik sondern auch Chemie, Mikrobiologie und spezifische brauereitechnologische Grundlagen. Im Anschluss daran folgen verstärkt fachspezifischere Studien. Die Erfahrung hat uns aber gezeigt, wie wichtig auch für die Studierenden das praktische Handwerk ist. In den nächsten Jahren werden wir deshalb schon in früheren Semestern dazu übergehen, das theoretische Wissen begleitend auch praktisch anzuwenden.

Befüllung der ECO KEGs
ECO KEG mit elektrochemischer Signatur

 

 

 

 

 

 

 

JN: Wie sehen die Perspektiven von Absolventen der TU aus?
F-JM: Durch den breiten Wissensstand, der während des Studiums vermittelt wird, bieten sich unseren Absolventen verstärkt auch ausländische Firmen als attraktive Arbeitgeber an, da deutsche Universitäten hinsichtlich ihrer Ausbildungstiefe weltweit zu Recht immer noch einen sehr guten Ruf genießen. Unsere Studenten erhalten sehr breite Einblicke in den Brauprozess bzw. die Produktion, ebenso in viele dazugehörende Randgebiete. Nach dem Bachelor absolvieren 80 – 90 % den Master und arbeiten anschließen in der Industrie, ein geringerer Anteil promoviert. Am Ende arbeiten ca. 30 % der Absolventen tatsächlich in Brauereien, der Großteil geht in die Zulieferindustrie und ein schätzungsweise geringer Prozentsatz von 2 – 3 % gründet eigene Unternehmen.

JN: Sie haben selbst auch einen praktischen Background, richtig?
F-JM: Ja, den habe ich. Ich habe vor meiner Zeit als Fachgebietsleiter an der Universität fast 18 Jahre für die Bitburger Braugruppe als Leiter Technologie und Entwicklung sowie als Bereichsleiter Technologie und Qualitätswesen gearbeitet. Dadurch kann ich auch auf einen tiefgehenden praktischen Background zurückblicken, der es ermöglicht, meinen Studierenden Probleme in der Praxis anhand meiner Erfahrungen zu erklären.

JN: Gibt es Trends, Stichwort „Funktionalität“, die sich in der Zukunft stärker abzeichnen werden?
F-JM: Funktionale Getränke stehen jetzt schon im Fokus der Forschung. Das stark wachsende Bewusstsein für Gesundheit und Ernährung ist auch in der Brauindustrie zu spüren – so zum Beispiel verstärkt mit alkoholfreien Getränken. Ich denke in Zukunft wird es auch Lebensmittel und Getränke geben, die so designt sind, dass deren funktionelle Eigenschaften die Ernährung unterstützen und so auch den typischen Zivilisationskrankheiten entgegenwirken. Aber das ist in dieser Form noch Zukunftsmusik. Aktuell stellen wir aber den Trend fest, dass auch gerade jüngere Generationen nach „gesünderen“, ggf. auch alkoholfreien Getränken oder Bieren mit speziellen Add-Ons verlangen. In dem Zusammenhang entwickeln wir aktuell für Start-up Unternehmen weltweit z.B. Proteinbiere, wie das „Joybräu“, Gingerbeer, Kaffeenade oder das alkoholfreie „Nach dem Sport Bier“, welches die Regeneration unterstützt und damit die sportliche Leistungsfähigkeit schneller zurückbringt.

JN: Und wie gewährleisten Sie zusätzliche Funktionalität, garantieren gleichzeitig aber eine konstante Geschmacksstabilität?
F-JM: Um verstärkt Funktionalität in die Getränke zu bringen, bedarf es langfristiger Prozesse, bei denen sowohl das Lebensmittel- als auch das Getränkedesign eine Rolle spielen. Ein Bier muss also nicht nur schmecken, sondern auch appetitlich aussehen und am besten gesund sein. Dabei dürfen der Geschmack und die Inhaltstoffe, wie z.B. der Eisengehalt, nicht durch die Sensorik in Mitleidenschaft gezogen werden. Geschmacks- und Farbkomponenten sind also genauso wichtig wie die Nährstoffe des Bieres. Dabei spielt auch die Verpackung eine extrem wichtige Rolle. Der Zustand des Bieres darf sich während des Transports und der Lagerung nicht verändern. Das stellt man mit der Auswahl geeigneten Verpackungsmitteln, so z.B. KEGs sicher. Deshalb auch an dieser Stelle im Namen meiner Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Studierenden noch einmal herzlichen Dank für die Sachspende aus dem Hause SCHÄFER.

Wir danken Herrn Prof. Dr.-Ing Methner für das spannende Interview.

Herr Prof. Dr.-Ing. Frank-Jürgen Methner (Leiter Fachbereich Brauwesen) und Kollege Carsten Dirk Sauer (Leiter Vertrieb DACH)


Prof. Dr.-Ing. Frank-Jürgen Methner

Technische Universität Berlin
Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie
Institute of Food Technology and Food Chemistry
Sekretariat GG4, Office GG4
Fachgebiet Brauwesen, Department of Brewing Science
Seestraße 13, D-13353 Berlin
Tel.: +49 30 314 27504
Fax: +49 30 314 27503
Email: frank-juergen.methner@tu-berlin.de
Web: www.tu-berlin.de/brauwesen


Weiter Interessante Infos zu den Bieren unter:
Joybräu
: www.joybraeu.de
Ginger Beer: www.aende.eu

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