Suppe und Bier

Suppe und Bier

Gastblogger: Karl Schiffner (1. Biersommelier Weltmeister).

Ursprung

Suppen hatten früher die Aufgabe, dem Körper Flüssigkeit und gleichzeitig Nährstoffe zuzuführen. Gute Suppen waren dickflüssig und wurden mit eingebröckelten Brotstücken verzehrt. Auch in der Volksmedizin und als Nahrungsmittel für die ärmere Bevölkerung haben Suppen noch große Bedeutung.

Nicht nur was für kalte Tage

Heute werden Suppen als Eröffnung für Menüs eingesetzt und sind sowohl als klare Suppe mit Einlage, gebundene Suppe oder Püreesuppe bekannt. Für jeden Geschmack und jede Jahreszeit gibt es die richtige Suppe. Durch die Flüssigkeitszufuhr mit einer nahrhaften Suppe bekommt der menschliche Körper einen richtigen Kick. Jeder kennt das wärmende Gefühl, wenn man eine heiße Suppe zu sich nimmt. Die Durchblutung wird durchs Essen in Gang gesetzt und das Wärmegefühl entsteht von innen heraus. Suppenessenzen aktivieren die Drüsentätigkeit und regen den Appetit weiter an. Suppen sind aber nicht nur etwas für die kalten Tage. Isst man an Hitzetagen eine gute Suppe (nicht zu heiß!), reguliert diese das Temperaturempfinden.

Suppe und Bier

Die Kombination von Bier mit Suppen, hier vor allem gebundene und feine Cremesuppen, bringt wahre Gaumenfreuden hervor. Beeindruckend ist die Aromen Zusammenführung, die aber nur durch bewusstes Essen wahrgenommen wird. Zu unterschiedliche Temperaturen können auch als störend empfunden werden. Viele Menschen essen zu heiß und trinken zu kalt, das kann zu empfindlichen Schmerzen führen.

How to: Bier mit Suppe richtig verkosten

Man kostet als Erstes das Bier und prägt sich den Geschmack ein. Dann beginnt man die Suppe zu verspeisen und bemerkt schon, dass das Bier eine angenehme Vorbereitung der Geschmacksknospen im Mund bewirkt hat. Während des Essens unterbricht man und trinkt einen Schluck Bier. Spätestens jetzt versteht der Genießer, dass Bier- und Speisenaromen eine Verbindung eingehen, die zum ganzheitlichen Genuss führen. Die Aromenverschmelzung kommt einer Vermählung gleich. Selbstverständlich können aber auch klare Suppen mit dem richtig gewählten Bierstil geschmacklich überzeugen. Hier liegt die Auswahl des Bieres aber meist in der Suppeneinlage. Je nachdem, ob eine Einlage aus Fleisch oder aus einer Teigware besteht, können klare Suppen von milden, hellen Bieren optimal begleitet werden. Auch Leichtbiere bzw. leichte aber auch alkoholfreie Biere können hier viel Freude machen. Handelt es sich um eine Rindsuppe mit den berühmten österreichischen Grießnockerln, ist auch ein böhmisches Pils ein standhafter Begleiter.

Karls Tipp: Spargelcremesuppe – König Ludwig helles Hefeweizen

Weizenbier ist universell für die Kombination mit Speisen einsetzbar. Die fruchtig-estrigen Töne des Weißbieres verbinden sich mit den fein-eleganten Aromen der Spargelsuppe zu einem wahrlichen Festmahl. Oft taucht die Frage auf: Warum wird Weizenbier oft auch  Weißbier genannt? Die Frage wird noch eindringlicher, wenn man sich ein dunkles Weißbier vor Augen führt. Selten bekommt man eine plausible Erklärung. In Weizenbier muss auch Weizenmalz enthalten sein (lt. Gesetz 50 %). Dass dieser Biertyp auch Weißbier genannt wird, liegt am sogenannten „Ausweißen“. Die Würze liegt in einem offenen Gärbottich und wartet darauf, die Hefe in Empfang zu nehmen. Bei Weißbier bedient man sich obergäriger Hefezellen, die bei warmen Temperaturen in die Würze gegeben werden. Relativ schnell beginnt die Gärung und es entwickelt sich ein Schaumgebirge, das über den Rand des Bottichs „ausweißt“. Daher der Name Weißbier.

2 Kommentare

  1. Danke für diesen Beitrag zum Vatertag, aber bitte Reihenfolge einhalten, erst Suppe dann Bier! Umgekehrt funktioniert gerade an diesem Tag nicht wirklich!
    Prost allen Feiernden.

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